Nachrichten
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IRAN: "Man hat vor niemandem mehr Angst" - Interview mit einem Iranischen Anarchisten über die Proteste im Land
Das folgende Interview von ALB-Noticias (alasbarricadas.org) mit Unterstützung von José Antonio Gutiérrez (Aktivist von anarkismo.net) wurde mit Payman Piedar geführt, exilierter Iranischer Anarchist, der sich bereits an zahlreichen libertären Initiativen in der EU und in Peru beteiligt hatte. Ausserdem war Payman Piedar Redaktor der anarchistischen Zeitschrift Nakhdar, die in Englisch und Farsi erschienen ist. Im folgenden Interview versuchen wir inmitten der Verfälschungen der westlichen und der Zensur der Iranischen Medien zu erruieren, was wirklich in diesen Tagen im Iran passiert. Obwohl wir nicht vor einem Aufstand mit revolutionärem Charakter stehen, steigen in der Hitze des sozialen Aufruhrs die Aussichten auf breiten zivilen Ungehorsam.
FAU-Berlin: Tarifvertrag jetzt!
Nachdem sich die Geschäftsleitung des Kino Babylon Berlin Mitte geweigert hatte mit der FAU Berlin über den von dieser vorgelegten Haustarifvertrag zu verhandeln, kam es am 25.06.2009 zu einer Kundgebung vor dem Lichtspielhaus.
Total entlässt 900 Arbeiter nach Streik
Der französische Ölkonzern Total hat fast 900 Bauarbeiter in einer Raffinerie in England nach einem Streik entlassen. Der Rausschmiss sei erfolgt, nachdem der Ausstand die Länge von einer Woche überschritten habe, teilte das Unternehmen in der Nacht zum Freitag mit. Der Streik in der Raffinerie in Lindsey hat nach Darstellung von Total damit gegen Gesetze verstossen.
INNSE: ArbeiterInnen der Provinz Mailand "Wir bitten um Eure Hilfe "
Wir sind die ArbeiterInnen der INNSE und leisten seit über einem Jahr Widerstand gegen die Schliessung unserer Fabrik. Rund um die Uhr, auch samstags und sonntags, halten wir das Werk besetzt. Wir sind entlassen worden, aber wir haben nicht aufgegeben. Solange der Betrieb und die ArbeiterInnen da sind, gibt es eine Möglichkeit, um die Arbeit wieder aufzunehmen. Alle sagen, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben sollen. Lauter schöne Worte über eine aktive Arbeitspolitik, nun sollen sie ihr Können unter Beweis stellen.
immer noch kein Krieg...
Laut "Verteidigungsminister" Jung (CDU) führt die BRD in Afghnistan immer noch keinen Krieg. Stattdessen befindet sie sich immer noch nur in "humanitärer" Mission, ausgestattet mit einem "robusten Mandat" zur Sicherung unserer "Freiheit und Sicherheit" am Hindukusch.
Iran Khodro im Streik
Die ArbeiterInnen bei Iran Khodro sind gegen die Repression in den Streik getreten.
Erklärung der ZSP zum Bildungsstreik in der BRD und zum Bologna-Prozess
Die polnische »Union der SyndikalistInnen« (ZSP) hat aus Anlass des Bildungsstreiks in der BRD eine Erklärung verfasst, in der sie sich mit den derzeit in mehreren eurpäischen Ländern stattfinden Aktionen im Bildungsbereich und mit dem sog. »Bologna-Prozess« auseinandersetzt. Die »Union der SyndikalistInnen« (ZSP) unterstützt den Bildungsstreik in Deutschland, der vom 15. bis 19. Juni 2009 stattfindet. Die ZSP plant eine Info-Aktion am 19. Juni, dem 10. Jahrestag der Unterzeichnung der »Bologna-Erklärung«. Unsere Unterstützung für den Kampf gegen die Kommerzialisierung der Bildung, bedeutet nicht, dass wir den Erhalt der Bildungseinrichtungen in der jetzt existenten Form unterstützen würden. Der Bildungsstreik in Deutschland ist eine aus einer Vielzahl von Aktionen gegen die Änderungen in der Finanzierung des Bildungssystems und anderer Sektoren. Die DemonstrantInnen sind gegen Veränderungen, die Profitinteressen über die Interessen der Menschen stellen und die den Zugang zu Bildung beschränken und ihn damit noch mehr auf die bereits privilegierten Teile der Gesellschaft beschränken. Die Einführung kommerzieller Aspekte in die Bildung passt diese an die Bedürfnisse des Kapitals an, aber nicht an die Bedürfnisse der SchülerInnen und StudentInnen.
Das schöne Leben erkämpfen! Studiengebühren, Bachelor, Eliteuni,… ich krieg die Krise!
Zunehmender Leistungsdruck, Unterbindung von tiefer gehenden, kritischen Denkens und verstärkte Auslese nach sozialer Herkunft - das sind die Hauptmerkmale der jüngsten Entwicklungen im Bildungswesen. Die Umstellung auf Bachelor-Studiengänge und die Lohnarbeit zur Finanzierung der Studiengebühren lassen unterm Strich kaum Zeit für die schönen Dinge im Leben. Auch in der Welt jenseits von Campus und Karriere findet nicht erst seit der Agenda 2010 und Hartz 4 eine ständige Verschlechterung statt: Immer mehr Arbeitszwang, bei immer weniger freien Stellen. Die Angst vor Abstieg und Sanktionen, erhöhter Konkurrenzdruck, längere Arbeitszeiten entsprechen dem Zeitgeist.
ASJ-Ruhrgebiet: Bildungsstreik und unser vorläufiges Fazit (17.06.2009)
Mittwoch, der 17.06.2009 war ein voller Erfolg. Wir haben nicht erwartet, dass so viele Menschen, allen voran SchülerInnen sich an den Protesten beteiligen und dem Aufruf zum Streiken folgen. Der Aufruf zu einem Streik ist ein besonderes Mittel zur Erkämpfung seiner politischen Forderungen und zugleich ein radikales Mittel. Daher ist es ungewöhnlich,dass derart viele SchülerInnen sich nicht von dieser ungewöhnlichen Protestform nicht haben abschrecken lassen. Eine genauere Analyse über den Tag folgt die Tage.
Berlin: Studierende gegen Niedriglöhne beim Studentenwerk
Im Rahmen des Bildungsstreiks gab es am Dienstag 16.6 zeitgleich an den Mensen der Berliner TU und der Alice-Salomon-Hochschule Aktionen gegen Niedriglöhne, Leiharbeit und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen beim Studentenwerk. Das Studentenwerk erscheint uns Studierenden als freundliche Serviceinstitution. Doch gegenüber den Beschäftigten, die uns z.B. in den Mensen Essen bereiten, zeigt sie ein weniger freundliches Gesicht. „Die Kämpfe für ein soziales Bildungssystem und für würdige Arbeitsbedingungen und guten Lohn gehören untrennbar zusammen“, heißt es im Flugblatt zur Aktion. „Es darf nicht sein, dass der Kostendruck auf die Beschäftigten abgewälzt wird. Das Studentenwerk, die Unis, Schulen und Kinder- und Jugendeinrichtungen müssen endlich ausreichend öffentlich finanziert werden!“
Kino Babylon: Geschäftsleitung sperrt sich gegen Tarifverhandlungen
Die Neue Babylon Berlin GmbH lehnt Verhandlungen über einen vorgelegten Haustarifvertrag ab und eskaliert so den Konflikt um bessere Arbeitsbedingungen. Bereits seit Monaten bemüht sich die Belegschaft des Traditionshauses am Rosa-Luxemburg-Platz ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. Berichte über die prekären Verhältnisse gegen die sie sich wehren, gingen durch die Berliner Presse und das internationale Fernsehen.
Neue FAU-Initiativen in Aurich und Ammerland (Ostfriesland)!
Schon seit einiger Zeit gibt es in Ostfriesland Interesse an der Gründung von FAU-Gruppen vorort. Auf einem Vernetzungstreffen in Bremen am 13. Juni 2009 wurde über die FAU nicht nur intensiv informiert, sondern bei einem guten Frühstück auch weitere Schritte zur Gründung in Aurich und Ammerland besprochen.
Solidarität mit Konstantina Kouneva
Die FAU-Frankfurt hat Ende Mai das Solidaritätskonto für die Syndikalistin Konstantina Kouneva geschlossen und weitere 743,- Euro nach Athen überwiesen. Seit dem Mordanschlag auf Konstantina am 23. Dezember 08 wurden somit insgesamt 3743,- Euro zur Finanziereung der nötigen Operationen überwiesen!
Bildungs-Aktionstag am 17. Juni - Online-Dossier der FAU Münsterland erschienen
Am 17. Juni organisiert das Bildungsstreik-Bündnis wieder einen bundesweiten Aktionstag mit SchülerInnen-Demos sowie vielen weiteren lokalen Aktivitäten in der gesamten Woche. An vielen Orten werden Mitglieder der FAU und der Anarcho-Syndikalistischen Jugend an diesen Aktionen beteiligen. Pünktlich dazu veröffentlicht die FAU Münsterland ein Online-Dossier mit Texten zu den aktuellen Bildungsreformen.
Protest gegen Bundeswehr Big Band in Herne
25 meist jugendliche Demonstranten folgten dem Aufruf der Anarcho Syndikalistischen Jugend (ASJ), um gegen die Bundeswehr Big Band in Herne zu protestieren. Dabei kam es zu Repressionen von Seiten der Polizei.
Erneuter Aktionstag gegen die Arbeitsbedingungen by Ryanair
Am 6. Juni fand zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen in mehreren Ländern ein Aktionstag wegen der Arbeitsbedingungen by Ryanair statt. Konkreter Anlass war auch dieses Mal u.a. die Kündigung eines Gewerkschaftsaktivisten der spanischen CNT an der Ryanair-Basis in Zaragoza. In der BRD informierte die FAU u.a. an den Flughäfen Berlin-Schönefeld, Altenburg («Leipzig») und Weeze («Düsseldorf») sowie am Busterminal in Leipzig Fluggäste, AirlinerInnen über Flughafenbeschäftigte über die Repressalien gegen GewerkschafterInnen bei Ryanair.
Dokumentation: Weisung der Bundesagentur für Arbeit: Hartz-IV-Empfänger sollen observiert werden
Die Bundesagentur für Arbeit will Hartz-IV-Empfänger offenbar deutlich strenger kontrollieren als bisher. In einer von mehreren Medien zitierten internen Anweisung an die Jobcenter ist ausdrücklich von "Observationen" die Rede. Auch die Kontrolle von Schränken soll künftig möglich sein.
FAU Berlin legt der Neuen Babylon Berlin GmbH Tarifvertrag vor
Der Weg zu deutlichen und dauerhaften Verbesserungen der Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte ist nun frei. Jetzt ist es an der Geschäftsleitung, entsprechend zu reagieren. Nach der turbolenten Phase während der Gründung der Betriebsgruppe der FAU Berlin im Berliner Kino Babylon Mitte, schien Ruhe in den Konflikt zwischen Gewerkschaft und Lichtspielhaus gekommen zu sein. Diese Ruhe bedeutete jedoch keineswegs, dass sich die FAU Berlin und die Belegschaft mittlerweile mit den Arbeitsbedingungen abgefunden hätten. Vielmehr wurde die Zeit genutzt, um die gewerkschaftliche Präsenz im Kino zu festigen und zusammen mit der Belegschaft den Entwurf für einen Haustarifvertrag zu erarbeiten.