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Come to where the labor is. Come to... Malawi

by Rudolf Mühland last modified 2008-05-27 11:31

Über 80% des weltweit produzierten Tabaks kommen aus Ländern des Südens. Zentrale Aspekte der Tabakproduktion sind Umweltzerstörung (Tropenwaldabholzung), wirtschaftliche Abhängigkeit und Verschuldung der TabakproduzentInnen bei Rohtabakfirmen bzw. Tabakkonzernen, Gesundheitsrisiken für die ArbeiterInnen, Kinderarbeit (und damit fehlende Schulbildung), Verschärfung der Ernährungssituation.

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Come to where the labor is. Come to... Malawi

 In Malawi werden bis zu 70% der Exporterlöse durch den Verkauf von Tabak erwirtschaftet. Nach eigenen Angaben ist Philip Morris der größte Abnehmer von Tabak aus Malawi. Von der propagierten "Marlboro-Freiheit" ist dort nichts zu spüren. Tabak wird unter unmenschlichen Bedingungen auf Plantagen angebaut. Der Referent Raphael Sandramu ist Generalsekretär der Tobacco Tenants and Allied Workers Union of Malawi (TOTAWUM). Vor diesem Engagement arbeitete er 20 Jahre lang im malawischen Landwirtschaftsministerium. Seit 1992 ist er gewerkschaftlich aktiv. Weitere Informationen zur Vortragsreise von Raphael Sandramu in Deutschland vom 23. Mai bis 14. Juni 2008 finden sich auf der Seite Rauchzeichen


Philip Morris ist nach eigenen Angaben der größte Abnehmer von Tabak aus Malawi. Doch von der propagierten "Marlboro-Freiheit" kann dort keine Rede sein - im Gegenteil: Auf den Plantagen herrschen unmenschliche Arbeitsbedingungen, wie der Tabakbauerngewerkschafter Raphael Sandramu berichtet.

Pächter auf den Tabakfarmen erhalten keinen Lohn und sind von den Grundbesitzern für alles Lebensnotwendige abhängig: Nahrung, Wasser, Medizin und "Inputs" für den Tabakanbau erhalten sie nur von ihnen. Manche Landbesitzer verweigern den Kindern den Schulbesuch - "nur wer arbeitet, bekommt Mais".

Malawi ist von der Tabakproduktion abhängig: 70 % der Exporterlöse des Landes stammen aus dem Verkauf des "braunen Goldes". Wohlstand hat es jedoch nur wenigen gebracht.
In der Regierung besteht wenig Wille, die Situation zu ändern. Das liegt unter anderem an der großen Abhängigkeit des Landes von den Exporterlösen aus der Tabakproduktion, aber auch an der großen Anzahl der Parlamentsabgeordneten, die selbst Tabak anbauen (lassen). So wurde z. B. der 1994 eingebrachte Gesetzentwurf Tenant Labour Bill nie im Parlament erörtert.
Gleichzeitig werden sich viele Probleme des Landes nicht lösen lassen, wenn nicht die große Abhängigkeit vom Tabakexport beendet wird.

Für Pressegespräche melden Sie sich bitte bei Laura Graen:
Mobil: 01577 - 259 22 47
Email: Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Maillaura@unfairtobacco.org


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