Israel/Palästina - Barrieren überwinden
Die 28-jährige israelische Kriegsdienstverweigerin Keren Assaf ist Mitbegründerin der Initiative "Breaking Barriers", die sich aus den Dialogseminaren "Ferien vom Krieg" entwickelt hat. Es ist eine der seltenen Initiativen, die auf beiden Seiten der Mauer arbeitet und auf eine gemeinsame soziale Bewegung auf Graswurzelebene setzt, um einen realen Friedensprozess zu erreichen. Keren Assaf wird über die Situation im Nahen Osten, über Chancen und Widerstände eines Friedensprozesses und Initiativen für die israelisch-palästinensische Verständigung sprechen.
| What | Anti-Mili |
|---|---|
| When |
2009-09-02 19:00
2009-09-02 23:00
2009-09-02 from 19:00 to 23:00 |
| Where | AllerWeltHaus, Potthofstr. 22, 58095 Hagen |
| Attendees | Keren Assaf "Breaking Barriers" |
| Add event to calendar |
|
Der Arbeitskreis Nahost, das Hagener Friedenszeichen e.V., die Hagener amnesty international-Gruppe sowie die DfG-VK-Gruppe Witten-Hagen bereiten für den 02. September 2009 eine Veranstaltungim AllerWeltHaus Hagen mit der 28-jährigen israelischen Kriegsdienstverweigerin KerenAssaf vor.
Keren Assaf moderiert seit 2002 Seminare der Aktion "Ferien vom Krieg", in denen sich junge Menschen aus Israel und den besetzten Gebieten (Westbank) gemeinsam über die Lage im Nahen Osten austauschen und nach Verständigungs- und Lösungsmöglichkeiten suchen. Aus den Seminaren heraus entwickelte sich die in Israel und Palästina aktive Initiative „Breaking Barriers“. "Wir bringen hier junge Menschen aus Israel und dem besetzten Palästina zusammen", so Keren Assaf, "als Alternative zur erzwungenen Trennung und Desinformation. Wir diskutieren über Macht und Verantwortung, um Rassismus abzubauen und Solidarität zu schaffen." Gemeinsam mit dem palästinensischen Koordinator erhielt sie 2003 den „Mount-Zion-Award“ des Benediktinerklosters in Jerusalem.
Keren Assaf hält sich vor der Veranstaltung in Deutschland im Rahmen der Aktion „Ferien vom Krieg“ auf (siehe unten). Sie wird daher auch mit frischen Eindrücken über die Schwierigkeiten und Erfolge der intensiven Dialogprozesse auf Graswurzelebene berichten können. Das Eintreten gegen Krieg und für eine gerechte Gesellschaft machte niemals an Landesgrenzen halt. Für Israel / Palästina gilt die Bürde der Geschichte in besonderem Maße. Daraus resultieren für die Gegenwart ungerechte Verhältnisse und Unterdrückung in einer stark militarisierten Gesellschaft. Mit der Einladung von Keren Assaf wollen wir eine kritische, friedensorientierte, Sicht aus diesem Land in die Debatte in Deutschland einbringen. "Bei den Veranstaltungen möchte ich den Schwerpunkt auf die gegenwärtige Situation im Nahen Osten legen", schrieb uns Keren Assaf. "Der Gazakrieg, die letzten Wahlen in Israel und die weltweiten Entwicklungen wirken sich auf die israelische Linke und die gemeinsamen Initiativen von Israelis und PalästinenserInnen aus. Sie zeigen das Dilemma, weisen aber auch darauf hin, welche Möglichkeiten es geben könnte, eine relevante soziale Bewegung zu werden und tatsächliche Veränderungen herbeizuführen.“ Die Veranstaltung ist so geplant, dass zunächst ein Film über die Mauer/Sperranlage zwischen Israel und Westbank und die dagegen durchgeführten gewaltfreien Aktionen gezeigt wird. Danach wird
Keren Assaf ihren inhaltlichen Beitrag einbringen, der unter anderem auch das Thema Kriegsdienstverweigerung und Antimilitarismus in Israel thematisiert. Im Anschluss besteht Gelegenheit, mit der Referentin ins Gespräch zu kommen.
Trägerorganisationen sind Connection e.V. und Komitee für Grundrechte und Demokratie (Aktion "Ferien vom Krieg"). Termine und Orte der Veranstaltungen mit Keren Assaf:
Mi., 19.8. in Bremen
Do., 20.8. in Bielefeld
Do., 27.8. in Berlin
Mo., 31.8. in Kassel
Di., 1.9. in Darmstadt
Mi., 2.9. in Hagen
Do., 3.9. in Marburg
Mo., 7.9. in Freiburg
Di., 8.9. in Mannheim
Mi., 9.9. in Frankfurt/M.