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Öko - Anarchistisches Barrio auf dem Klima-Camp in Hamburg

by Rudolf Mühland last modified 2008-06-01 18:07 — expired

Der Klimawandel ist eine nicht mehr abzustreitende Tatsache. Wir wollen nicht nur darüber reden, sondern etwas dagegen tun! Wege dazu möchten wir in dem Öko- Anarchistisches Barrio finden und ausprobieren.

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When 2008-08-15 10:05 to
2008-08-24 18:05
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Wir lehnen den herrschenden Klima-Diskurs ab, weil er sich

ausschließlich auf technische und systemimmanente Scheinlösungen

konzentriert und möchten diesem unsere Ideen eines herrschafts- und

hierarchiekritischen Zusammenlebens entgegenstellen. Wir wünschen uns

eine Bewegung, jenseits von Parteien und großen

Organisationen, die die Klimathematik nicht als Mittel zum Zweck für

ihre eigenen Interessen benutzt, sondern die die Überwindung der

herrschaftsförmigen Industriegesellschaft mit ihrem Wirtschaftssystem

als Vorraussetzung für wirklichen Klimaschutz begreift. Wir lehnen nicht

nur die Herrschaft von Menschen über Menschen, sondern auch von Menschen

über die Natur - dies verstehen wir als Basis von öko-anarchistischer

Klimapolitik, die viel Spielraum für Diskussionen bietet. Gerade diese

Sichtweise war auf den „Camps for Climate Action“ in England stark

vertreten. Die Dynamik von Teilen dieser Bewegung dient uns als

Inspiration für das Barrio auf dem Hamburger Camp und darüber hinaus.


Wir wollen mit Euch gemeinsam


• Alltagsalternativen für ein klima-neutrales und tiefgehendes

radikalökologisches Leben ausprobieren. Wie können wir mit einfachen

Mitteln mit Sonne duschen und kochen? Was machen wir mit unseren

Abfällen und Abwässern? Was bedeutet Elektrizität für unser Leben? Was

heißt für uns Lebensqualität?


• Konsum, Industrie und Technik kritisch betrachten, Alternativen

formulieren und umsetzen: Entfremdung durch Technik, tendenzielle

Herrschaftsförmigkeit von industriellen Produktionsprozessen,

Entwicklung und Fortschritt als moderne Religion und Instrument für

kulturelle Herrschaft, Ausbeutung des globalen Süden als Voraussetzung

von Technik und Industrie. Was wären eure Ansatzpunkte? Was können

Alltagsalternativen zu diesen Realitäten sein? Wie sieht die Praxis

eines technik- und industriekritischen Lebens aus? Welche Lösungsansätze

für den Klimwandel gibt es, angesichts dieser Kritik?


• Wissenshierarchien abbauen - durch D.I.Y. (Do-It-Yourself): Schon die

Vorbereitung des Barrios soll möglichst hirachiearm und „von unten“

erfolgen. Während des Camps sollen Selbstermächtigung / -befähigung und

nicht konsumierbare Events im Vordergrund stehen.


Das Barrio soll hier ein Ortdes Ausprobierens und Experimentieren sein:

• Mit selbstorganisierter Wissensvermittlung, hierachieabbauenden

Diskussions- und Entscheidungsmethoden,,… Unser Anspruch ist es, dass

sich alle TeilnehmerInnen gleichberechtigt unabhängig von politischer

Erfahrung an der Gestaltung des Barrios beteiligen können.. Keine großen

Podiumsdiskussionen, keine endlosen Plena, dafür lebendige

Diskussionsrunden und Workshops, in denen wir gemeinsam dazulernen.


• Selbstbestimmte vielfältige Aktionen gegen Klimawandel an den Start

bringen: Wir werden den TeilnehmerInnen kein vorgefertigtes Konzept für

eine Grossaktion vorsetzen. Stattdessen wollen wir uns befähigen, selbst

kreative und wirkungsvolle Aktionen zu entwickeln: Wir wollen uns

gegenseitig Wissen über Aktionskonzepte (Klettern, Blockadetürme bauen,

rebel clown army, verstecktes Theater, Fakes,…) vermitteln. Dafür wollen

wir auch einen Materialpool (Direct-Action Zelt) sammeln und zur

Verfügung stellen.


• Kreatives Kulturprogramm gestalten: Mit akustische Musik, Theater,

Puppen und Aktionsmaterial bauen,… Ihr seid eingeladen und gefragt, euch

hier mit eigenen Ideen einzubringen: Musiziert, Tanzt, macht Akrobatik,

spiel Theater, Organisiert JAM-Sessions, seit laut und leise und bringt

die Gitarre oder was auch immer ihr spielen könnt mit!


Wir verstehen uns als Ort, an dem auch Menschen willkommen sind, die

nicht unsere Ansichten teilen.Wir wünschen uns aber eine Bereitschaft

zur konstruktiven Diskussion und zur Hinterfragung der eigenen

Standpunkte, frei nach dem Motto: „Fragend schreiten wir voran“.


Tretet mit uns der Zerstörung von Menschen und ihrer Umwelt entgegen! In

Hamburg und überall!


Kontakt: barrio (ätt) klimacamp (punkt) org

oder schau ins Wiki: http://wiki.klimacamp.org.


Allgemeine Informationen zum

Klimacamp unter http://www.klimacamp.org

_______________________________________________

klimacamp mailing list

klimacamp@lists.trilos.net


http://lists.trilos.net/mailman/listinfo/klimacamp



        
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